Verleumdungen gegen Geshe Kelsang Gyatso

Verleumdung: Geshe Kelsang wurde aus seinem Kloster ausgestoßen

Die Wahrheit: 1996 haben 15 Äbte und Lehrer des Klosters Sera Je einen offenen Brief gegen Geshe Gyatso verfasst, ihn aus der Klostergemeinschaft ausgeschlossen und ihn einen "Abtrünnigen" genannt. Der Hintergrund dieser Handlung war die direkte Kritik Geshe Kelsangs gegen das Dorje Shugden-Verbot des Dalai Lama.

James Belither, der zu dieser Zeit Sekretär der NKT war, sagte:

"Die Kampagne, Geshe Kelsang zu diskriminieren, ist eindeutig ein Versuch, ihn zum Schweigen zu bringen und soll für andere eine Warnung sein. Ein in Amerika lebender Lama sagte einem anderen, in Deutschland lebenden Lama, der öffentlich gegen das Verbot des Dalai Lama Stellung beziehen wollte: "Nein, das darfst du nicht machen. Sie werden dir das Gleiche antun, was sie Geshe Kelsang angetan haben."

Was heißt es, aus einer Einrichtung "ausgestoßen" zu werden, an der man studiert hat? Es nimmt einem nicht Jahre an Studium oder Meditation weg oder vermindert in irgendeiner Weise spirituelle Qualifikationen. Wir können daraus ersehen, dass der Ausschluss lediglich eine politische Handlung und eine leere Geste ist.

Verleumdung: Geshe Kelsang ist ein "selbsternannter Geshe"

Die Wahrheit: In der Nachbemerkung zum Langlebensgebet für Geshe Kelsang, das von Kyabje Trijang Rinpoche selbst verfasst wurde (kostenlos über den Tharpa-Verlag erhältlich), heißt es:

"Dieses kurze Gebet für das lange Leben des Tsang-pa-Geshes, Kelsang Gyatso, vom Kloster Sera-Je, der mit großer Gelehrtheit und makellos reinem Verhalten ausgestattet ist, wurde auf Bitte der Gemeinschaft des Manjushri-Zentrums, England, von Yongdzin Trijang Dorjechang verfasst."

Im Vorwort zu Geshe Kelsangs Buch Sinnvoll zu betrachten, schreibt der Ehrwürdige Trijang Rinpoche:

Der ausgezeichnete Erklärer, der große spirituelle Meister Kelsang Gyatso, der Myriaden buddhistischer Schriften am berühmten Je-Kolleg der großen Klosteruniversität von Sera Tegchen Ling studierte, praktizierte die Bedeutung der Unterweisungen, die er empfing, und wurde ein weiser, seriöser und realisierter Lehrer.

Verleumdung: Geshe Kelsang nennt sich selbst "den Dritten Buddha" und möchte von seinen Schülern verehrt werden

Die Wahrheit: Geshe Kelsang hat nie diesen Begriff auf sich selbst bezogen benutzt. Tatsächlich ist er sehr bescheiden und setzt sich selbst eher herab, wobei er den gesamten Erfolg der NKT Je Tsongkhapa zuschreibt. Beispielsweise sagte er 1995 in einer Unterweisung vor einer Je Tsongkhapa-Ermächtigung:

"Wir können denken, wie ist es möglich, dass ein so dummer Mensch wie ich 15 Dharma-Bücher schreiben kann? Diese sind von anderen Büchern sehr verschieden. Die NKT-Dharma-Bücher, die wir für unser Studium und unsere Praxis benutzen, sind nicht nur eine Sammlung von Vorlesungen. Sie sind vollständig mit Urtext, Kommentar und Überschriften, perfekt als Dharma-Schrift gemacht. Wie kann ein dummer Mann diese Bücher schreiben? Ich kann sagen, weil Je Tsongkhapas Unterweisungen so tiefgründig, kostbar und klar sind, hat Geshe Kelsang die Möglichkeit, derartige Bücher zu schreiben. Alle Erklärungen in NKT-Dharma-Büchern stammen von Je Tsongkhapas Unterweisungen. Weil diese Unterweisungen so besonders sind, hat selbst ein bescheidener Praktizierender und dummer Mann wie ich die Möglichkeit, solch schöne Bücher zu präsentieren. Durch dies allein können wir die herausragenden Qualitäten von Je Tsongkhapa verstehen."

Verleumdung: Geshe Kelsang hat in Indien kein Retreat gemacht, sondern war krank

Die Wahrheit: Geshe Kelsang sagte 1997 in einem Interview, "Ich habe über viele Jahre ein langes Retreat in Nepal und der Grenze zu Tibet im Himalaya-Gebiet gemacht. Der Ort heißt Bangthog Damthang, und ich wurde von meiner Schwester Dekyi, die jetzt in der Schweiz lebt, unterstützt. Später habe ich viele lange Retreats in den Dalhousie-Bergen in der Nähe von Dharamsala gemacht."

Geshe Kelsang hat weiterhin erklärt, dass er einige Probleme mit der Lunge hatte, sowohl im Retreat als auch später in England. Aber als er von Ärzten untersucht wurde, wurde festgestellt, dass er keine Lungenkrankheit hatte, sondern lediglich eine Lungenschwäche.

Von 1987 bis 1990 hat er ein Dreijahres-Retreat in Schottland durchgeführt. Zwischen seinen Meditationssitzungen hat Geshe Kelsang weiterhin an mehreren Büchern gearbeitet. Zu dieser Zeit hat erFreudvoller Weg und Allumfassendes Mitgefühl , fertiggestellt und Das Meditations-Handbuch, Einführung in den Buddhismus und Führer ins Dakiniland geschrieben. Während dieser Zeit hat er ebenfalls die drei Studienprogramme entworfen, die den Kern der Neuen Kadampa-Tradition bilden.

Verleumdung: Die NKT betont übermäßiges Verlassen auf einen Lehrer

Die Wahrheit: Es ist interessant, dass niemand die Anhänger des Dalai Lama jemals eines derartigen Verhaltens beschuldigt!

Hier mag es sich um eine falsche Darstellung der Unterweisungen, sich auf einen spirituellen Meister zu verlassen, handeln. Diese Unterweisung wird in allen Mahayana-Traditionen gelehrt. Die NKT betont dies nicht mehr als jede andere tibetisch-buddhistische oder eigentlich Mahayana-buddhistische Tradition. Diese Meditation wurde ursprünglich von Buddha Shakyamuni und später von allen Mahayana-Lehrern, einschließlich Atisha und Je Tsongkhapa, als Teil des Lamrim (Stufen des Pfades) gelehrt.

In der NKT wird Buddha Shakyamuni immer als der Gründer des Buddhismus bezeichnet und er ist die einzig endgültige Autorität. Desweiteren hat Geshe Kelsang, der 2009 in Ruhestand tritt, eine demokratische Nachfolgeregelung eingeführt, mit einem gewählten neuen "General Spiritual Director" (Obersten spirituellen Leiter), der für vier Jahre im Amt sein wird, bevor der nächste gewählt wird. (See Internal Rule 5§8).

Verleumdung: Geshe Kelsang ermutigt seine Schüler, in ihm die endgültige spirituelle Autorität zu sehen

Die Wahrheit: Dies ist eine echte Herausforderung: Versuchen Sie ein Beispiel in Geshe Kelsangs Büchern oder Unterweisungen zu finden, wo er behauptet: "Ich bin euer spiritueller Meister" oder "Ihr musst dem, was ich sage, folgen." Geshe Kelsang ist sehr bescheiden und hat niemals für sich beansprucht, eine endgültige spirituelle Autorität zu sein. Er schreibt außerdem alle seine Qualitäten und seinen Erfolg der Güte seines Lehrers, Trijang Rinpoche, zu.

Verleumdung: Geshe Kelsang hat das Manjushri Institute vom FPMT gestohlen

Die Wahrheit: Wahrheit: Geshe Kelsang war der erste Zentrumslehrer am Manjushri Institute. Später akzeptierte er die Bitte von Lama Yeshe zurückzutreten und machte Pläne, nach Indien zurückzukehren und dann am Madhyamaka Centre in York zu leben. Die gesamte Gemeinschaft am Manjushri bat ihn jedoch zu bleiben.

Die Gemeinschaft des Manjushri-Instituts hatte den Wunsch, ihr Gebäude, Conishead Priory, vor dem Verkauf zu retten, um mit dem Verkaufserlös dubiose Geschäfte in Hongkong zu tätigen. Dies hieß, sich vom FPMT zu trennen. Andererseits wollten sie, dass Lama Yeshe ihr Spiritueller Leiter bleiben möge. Nach fortgesetzten Diskussionen, wie das Problem zu lösen ist, an denen auch zwei Vertreter des Dalai Lama beteiligt waren, haben sich die Manager des Instituts - damals nannte man sie die "Priory-Gruppe" - entschieden, Schritte einzuleiten, um das Manjushri-Institut vom FPMT zu lösen.

Dafür gab es drei hauptsächliche Gründe:

1) Die FPMT-Manager hatten schwere illegale Handlungen begangen, was vielen Menschen in Dharma-Zentren allgemein bekannt war;
2) FPMT-Manager wollten das Gebäude des Manjushri-Instituts verkaufen; und
3) obwohl, gemäß Satzung, rein rechtlich alles am Zentrum nur vier Leuten gehörte, wurde in Wirklichkeit die gesamte Arbeit der Zentrumsentwicklung von der Gemeinschaft erbracht, und nicht von diesen vier.

Schließlich wurde eine rechtlich bindende Vereinbarung getroffen, die von den Vertretern des FPMT, Geshe Kelsang, der Priory-Gruppe und den Vertretern der Gemeinschaft unterzeichnet wurde. Ein Teil der Erklärung bestätigte, dass Lama Yeshe der Spirituelle Direktor des Manjushri-Zentrums war.

Die gesamte Geschichte des Manjushri-Instituts in diesen Jahren ist in allen Einzelheiten von drei verlässlichen Zeugen aufgezeichnet worden, die an den Vorgängen beteiligt waren.

Verleumdung: Geshe Kelsang besitzt Millionen Pfund, die von seinen Schülern stammen

Die Wahrheit: Das ist nicht wahr. Geshe Kelsang lebt sehr bescheiden in einem Zimmer mit einer kleiner Aufwandsentschädigung, und alles, was er erhält, gibt er an andere weg, einschließlich der Tantiemen aus dem Verkauf seiner Bücher.

Diese und mehrere andere Gerüchte stammen explizit aus dem politisch motivierten und faktischen falschen Brief, den das Kloster Sera Je in Indien an Geshe Kelsang schickte , indem er aus dem Kloster ausgeschlossen wird und der 1996 in The Tibetan Review und der ZeitschriftSnow Lion zitiert wurde.

Verleumdung: Geshe Kelsang ist gegen den 14. Dalai Lama

Die Wahrheit: Es ist wahr, dass Geshe Kelsang ein Gegner des Verbots des Dalai Lama für die Praxis von Buddha Dorje Shugden ist, aber er ist nicht gegen den Dalai Lama selbst und ist in keiner Weise an tibetischer Politik interessiert oder in sie involviert.