Verleumdung: In der NKT kann man sehr schnell ein Lehrer werden, ohne Erfahrung oder Qualifikationen

Die Wahrheit: Dies ist nicht wahr. Um ein Lehrer in der Neuen Kadampa-Tradition zu sein, muss jemand gewisse persönliche Erfahrung in den Unterweisungen und Meditationen besitzen, um effizient anderen spirituell helfen zu können.

Diese Beanstandung entsteht im allgemeinen im Geist derjenigen, die das Gefühl haben, dass alle Dharma-Lehrer Geshes sein müssen, die jahrzehntelang in irgendwelchen Klöstern studiert haben müssen oder das am nächsten kommende westliche Äquivalent. Die NKT behauptet jedoch nie, dass ihre Lehrer bereits vollständig ausgebildet oder perfekt seien. Sie sind selbst Schüler. Bis sie Erleuchtung erlangen, schulen sich NKT-Lehrer und bemühen sich, täglich ihre eigenen moralische Disziplin, Konzentration und Weisheit zu verbessern, ebenso wie ihr Mitgefühl und Liebe für ihre Schüler. (Was ebenso die Minimal-Verpflichtungen eines spirituellen Meisters des Mahayana sind, wie im Lamrim - die Stufen des Pfades - erklärt.)

Wenn etwa Leute zu einer Yoga-Stunde vor Ort gehen, bestehen die meisten nicht darauf, nur von denjenigen unterrichtet zu werden, die jedes Yoga-Asana nach vielen Jahren der Schulung vervollkommnet haben. Ihre einzige Erwartung ist die, dass ihr Lehrer mehr weiß als sie und dass er ein paar Schritte weiter ist.

Einige Lehrer in der NKT haben jahrzehntelang studiert und praktiziert, und sie verfügen über eine riesige Tiefe an Wissen und Erfahrung. Andere haben nur für einige wenige Jahre studiert und praktiziert. Obwohl es unterschiedlichste NKT-Lehrer gibt, sind sie jedoch insofern völlig gleich und effektiv, weil sie als spirituelle Freunde fungieren und ganz einfach reinen Dharma lehren, um Schülern zu helfen, ein glückliches Leben im Einklang mit der Tradition von Buddha Shakyamuni, Je Tsongkhapa und Atisha zu finden, wie im Westen von Geshe Kelsang präsentiert.

In Ein wunscherfüllendes Dharma-Juwel, einer im Oktober 1990 gehaltenen Einführungsrede zu den Studienprogrammen, sagte Geshe Kelsang:

"Buddhadharma hilft anderen nur, wenn es qualifizierte Lehrer gibt. Dharma-Texte allein, ohne Lehrer, haben nur wenig Nutzen. Um ein qualifizierter Dharma-Lehrer zu werden, bedarf es besonderer Vorbereitung und Schulung. Es ist nicht leicht, ein Dharma-Lehrer zu werden, weil man dazu besondere Qualitäten braucht: Weisheit, richtige Sichtweise, Vertrauen, Überzeugung und reines Verhalten als ein Vorbild für andere. Ein Lehrer braucht auch ein unerschöpfliches Reservoir an Dharma-Wissen und Erfahrung, aus dem er lehren kann; andernfalls wird er oder sie nach ein oder zwei Jahren nichts mehr zu bieten haben.

Wenn es einem Lehrer an solchen Qualitäten wie Weisheit, Erfahrung, Vertrauen und reiner Motivation fehlt, wird es schwierig für andere, Vertrauen in ihn oder seine Belehrungen zu entwickeln und es wird nur wenig helfen. Ohne richtige Schulung und Vorbereitung besteht für Lehrer auch die Gefahr, dass sie weltliche, samsarische Aktivitäten mit ihrer Lehrertätigkeit vermischen. Deshalb müssen wir uns wirklich gut schulen, wenn wir anderen von echtem Nutzen sein wollen."

Geshe Kelsang hat ebenfalls bei mehreren Anlässen gesagt, dass Lehrer und Schüler sich gegenseitig helfen können, um Fortschritt zu machen, und dass sie voneinander lernen können. Er verweist auf sein eigenes Beispiel - darauf, dass er selbst so viel von seinen eigenen westlichen Schülern gelernt hat. Von diesem Standpunkt aus ist die NKT demokratischer und stärker an die westliche Gesellschaft angeglichen als die meisten tibetisch-buddhistischen Organisationen, wo der Lehrer gegenüber dem Schüler als etwas Höheres betrachtet wird, tibetische Lehrer gegenüber westlichen Lehrern und Mönche und Nonnen gegenüber Laien bevorzugt werden.

Es gibt auch unterschiedliche Arten von Lehrer in den Dharma-Zentren der NKT. Zentrumslehrer (RTs) unterrichten im Allgemeinen alle drei Studienprogramme (das Allgemeine Programm (AP), das Grundlagenprogramm (GP) und das Lehrerausbildungs-Programm (LAP)). Andere Lehrer können das GP oder AP an ihrem Zentrum oder das AP in Zweigstellen unterrichten, was oft an neutralen Orten wie Kultur- oder Therapiezentren oder Kirchen stattfindet. Jeder Lehrer der NKT verbessert kontinuierlich seine oder ihre Qualifikationen, indem er oder sie systematisch auf dem LAP- oder GP-Programm studiert und meditiert. Diese Programme sind streng gegliedert und supervisiert und erfordern Studium, Auswendiglernen, das Bestehen von Examen, Meditationspraxis und - im Falle des LAP - Meditationsretreats. Zentrumslehrer sind sowohl auf dem normalen wöchentlichen LAP wie auch dem jährlichen Internationalen Lehrerprogramm (ITTP) eingeschrieben. Die Internen Regeln spezifizieren die Themen von Sutra und Tantra, die zu studieren sind, die Kriterien für den Abschluss des Programms und so weiter..

Die Hauptpraxis der NKT ist Lamrim, die Stufen des Pfades zur Erleuchtung. Dies ist eine sehr einfache und praktische Dharma-Unterweisung, die den Menschen definitiv hilft, ihre Verblendungen oder negativen Geisteszustände zu kontrollieren. Sie betrifft das Kennenlernen und Kontrollieren des Geistes im täglichen Leben. Versucht jemand ohne Erfahrung von Lamrim diesen zu unterrichten, wird es für ihn oder sie sehr schwierig sein. Beispielsweise mögen viele Gelehrte sehr geschickt in Philosophie oder der Kunst der Debatte sein, aber falls ihnen praktische Erfahrung im Lamrim fehlt, werden sie nicht in der Lage sein, ihn zu unterrichten, ganz gleich wie gelehrt sie sein mögen.

Ressourcen

Die Verleumdungen entkräften

Was sind Kadampas?

A Kadampas sind Praktizierende die ihr Wissen aller Unterweisungen Buddhas in ihr alltägliches Leben integrieren. Mehr dazu finden Sie in der Broschüre Modern Kadampa Buddhism

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